
Der Bilster Berg ist eine Berg- und Talbahn mitten im Wald: 4,2 Kilometer, 19 Kurven, 44 Kuppen und Wannen, dazu bis zu 26 Prozent Gefälle und bis zu 21 Prozent Steigung. Über eine Runde summieren sich laut Betreiberin 204 Höhenmeter, und einige Kurvenausgänge siehst du erst, wenn du schon drin bist. Nach der Erfahrung unserer Instruktoren ist das eine Strecke, die Präzision belohnt und sich über mehrere Trackdays erarbeiten lässt, nicht in der allerersten eigenen Runde.
Der Streckenverlauf ab Start und Ziel, dieselbe Karte wie auf unserer Streckenseite Bilster Berg.
Eine Runde beginnt auf der Start- und Zielgeraden, 600 Meter lang, bevor die Strecke in den Kugelkopf (T1) einbiegt, die erste Kurve der Runde. Es folgen Fledermaushügel (T2), Pumpenhaus (T3) und Munitionsfeld (T4), benannt nach einem früheren Munitionsdepot an dieser Stelle. Ab Munitionsfeld beginnt mit der Pömbser Höhe, benannt nach dem nahegelegenen Ort Pömbsen, die längste Gerade der Runde neben Start und Ziel. Sie trägt dich hinüber in die Westschleife.
Die Westschleife beginnt bei Jägerbuche (T5) und führt über Driburger Lichtung (T6), von der aus laut Betreiberin der Blick Richtung Bad Driburg reicht, weiter zu Hermannsschneise (T7). Diese Kurve ist Hermann Tilke gewidmet, dem Gestalter der Strecke. Es folgen Sauwechsel (T8), zu dem die Betreiberin eine Wildschwein-Anekdote rund um Tilke erzählt, und Telegrafenbogen (T9), der an eine historische Telegrafenstation erinnert, die von 1833 bis 1849 an dieser Stelle stand.
Bei Kommandatur (T10) lag früher die britische Kommandantur des Geländes. Danach kommen die beiden steilsten Kurven der Strecke direkt hintereinander: die Mausefalle (T11) mit bis zu 26 Prozent Gefälle, laut Betreiberin angelehnt an die Streif in Kitzbühel, und die Steilwand (T12), die mit bis zu 21 Prozent genauso steil wieder hinaufführt. Über Bilster Kuppe (T13) und Hochsitz (T14), benannt nach einem früheren Beobachtungsturm, erreichst du Clubhaus-S (T15 und T16), die Doppelkurve direkt am Vereinshaus der Strecke.
Von Clubhaus-S führt die Strecke zurück in Richtung Ostschleife und mündet in die Mutkurve (T17), laut Betreiberin eine nicht einsehbare Kurve mit Gefälle, wie schon ihr Name andeutet. Zwischen Mutkurve und Hügelgrab (T18), benannt nach einem geschützten Bodendenkmal auf dem Gelände, liegt mit der Nieheimer Senke laut Betreiberin der tiefste Punkt der ganzen Strecke. Die letzte Kurve der Runde ist die Oeynhausen-Kehre (T19), danach geht es zurück auf die Start- und Zielgerade.
Alle 19 Kurven des Bilster Berg haben einen eigenen Namen, nicht nur eine Nummer. Für einen Teil davon erzählt die Betreiberin auch, woher der Name kommt, das listen wir hier vollständig, für den Rest nennen wir bewusst nur die Position und keine erfundene Geschichte.
44 Kuppen und Wannen auf 4,2 Kilometern bedeuten nach unserer Erfahrung vor allem eines: viele Passagen, deren Ausgang du erst siehst, wenn du schon mitten drin bist. Die Mutkurve ist dafür laut Betreiberin sogar offiziell als nicht einsehbar beschrieben. Das macht den Bilster Berg zu einer Strecke, die du dir in Schritten erarbeitest, nicht in der ersten eigenen Runde.
Ein Punkt zusätzlich zur Fahrtechnik: Der Bilster Berg hat ein eigenes Lärm-Regime für die Strecke. Was das für dein Auto bedeutet, erklären wir im Ratgeber Lärmlimits an Rennstrecken.
Alle geplanten Trackdays am Bilster Berg, direkt buchbar.
Alle Streckendaten, Anfahrt und weitere Termine gesammelt auf der Streckenseite Bilster Berg.
Nächster Termin ist Sa, 12. September 2026. Instruktoren sind den ganzen Tag im Ticket dabei, auch wenn du zum ersten Mal hier bist.
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