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Ratgeber

Trackday oder
Touristenfahrten?

Beide sind ein legitimer Weg auf die Rennstrecke, nur mit unterschiedlichem Rahmen. Diese Seite vergleicht ehrlich, was Touristenfahrten laut offizieller Fahrordnung ausmacht und wie ein gebuchter Trackday bei uns abläuft, damit du weißt, was zu dir passt, bevor du buchst. Geschrieben von den Leuten, die die Trackdays selbst veranstalten.

Die kurze Antwort

Touristenfahrten sind offene, öffentliche Fahrtermine, wie sie mehrere Rennstrecken anbieten, am bekanntesten an der Nürburgring-Nordschleife: Du kommst ohne Voranmeldung vorbei, zahlst effektiv je Runde (am Ring über ein Guthaben-System) und fährst nach den geltenden Verkehrsregeln. Ein Trackday ist ein gebuchter Tag auf einer für den Trackday abgesperrten Strecke, mit begrenztem Teilnehmerfeld, Fahrerbesprechung und bei uns Instruktoren den ganzen Tag. Beide haben ihren Platz, die Frage ist nur, was zu dir und deinem ersten Mal passt.

Touristenfahrtenoffener Fahrbetrieb ohne Voranmeldung, die niedrigste Einstiegshürde.
Trackdaygebuchter Tag mit begrenztem Feld, mehr Struktur und Fahrzeit am Stück.
Der UnterschiedSpontanität gegen planbaren Rahmen, nicht besser gegen schlechter.

Die zwei Wege im Vergleich

Touristenfahrten

Öffentliche Fahrtermine, an denen jeder mit einem passenden Auto ohne Voranmeldung teilnehmen kann. Bezahlt wird über ein Guthaben-System, du zahlst effektiv für die Runden, die du tatsächlich fährst. Der Vorteil: die günstigste und spontanste Art, einmal auf eine Rennstrecke zu kommen. Der Nachteil: Das Feld ist komplett gemischt, vom Mietwagen bis zum sehr erfahrenen Fahrer, es gibt keinen festen Rahmen und keine Instruktoren inklusive, an belebten Tagen kann mehr Verkehr auf der Strecke sein.

Trackday

Ein gebuchter Tag auf einer Strecke, die für den Trackday abgesperrt ist, mit begrenztem Teilnehmerfeld. Bei uns heißt das: 50 Startplätze insgesamt, maximal 30 Autos gleichzeitig auf der Strecke, geregelt über eine Ampel. Vor dem Fahren steht eine Fahrerbesprechung, Pflicht für jeden Fahrer, danach sind Instruktoren den ganzen Tag da, Mitfahrten ohne Aufpreis. Der Vorteil: ein planbarer Rahmen und in der Praxis deutlich mehr Fahrzeit am Stück, weil das Feld begrenzt ist. Der Nachteil: ein höherer Preis pro Tag, und du reservierst deinen Platz im Voraus, statt spontan vorbeizukommen.

Wie wir Open Pit als Format genau umsetzen, statt fester Gruppen-Turns, steht ausführlicher im Ratgeber Open Pitlane.

Was für Touristenfahrten offiziell gilt

Diese vier Punkte stehen so in der offiziellen Fahrordnung des Nürburgrings für die Touristenfahrten:

Straßenverkehrsordnung giltwie auf jeder öffentlichen Straße.
Rechtsfahrgebotgefahren wird rechts, nicht in der Mitte oder links.
Überholen nur linksein Überholverbot rechts gilt ausdrücklich.
Keine Zeitmessung, kein Rennenjegliche Zeitmessung ist untersagt, ein Rennen findet nicht statt.

Anmelden musst du dich nicht, du fährst spontan während der Öffnungszeiten. Was das für den Ablauf bedeutet und wie sich ein Trackday davon im Rahmen unterscheidet, zeigt der Vergleich oben.

Wie ein Trackday bei uns abläuft

Das sind die festen Eckpunkte, die für jeden unserer Termine gelten:

50 Startplätzeinsgesamt vergeben, kein überfülltes Feld.
Max. 30 Autos gleichzeitiggeregelt über eine Ampel, in der Praxis fast immer grün.
FahrerbesprechungPflicht für jeden Fahrer, kurz nach dem Einlass.
Instruktoren den ganzen TagMitfahrten und Coaching ohne Aufpreis.

Was ist günstiger?

Die ehrliche Antwort hängt davon ab, was du misst. Die einzelne Runde ist bei Touristenfahrten günstiger, du zahlst nur für das, was du tatsächlich fährst. Der Tag als Ganzes rechnet sich beim Trackday oft anders: Ein Fahrerticket bei uns kostet ab 749 €, dafür ist Open Pit den ganzen Tag drin, Instruktoren ohne Aufpreis und ein Beifahrer bereits enthalten. Fremde Preise nennen wir hier bewusst nicht, sie ändern sich laufend und sind nicht unsere Baustelle.

Wie du Angebote sauber vergleichst, den Preis pro Stunde Fahrzeit statt nur den Ticketpreis, steht ausführlicher im Ratgeber Was kostet ein Trackday.

Die Versicherungsfrage gilt für beide

Ob Touristenfahrten oder Trackday, in beiden Fällen fährst du dein eigenes Auto, und in beiden Fällen lohnt sich vorher ein Blick in deine Police. Manche Verträge behandeln eine abgesperrte, gebuchte Strecke anders als einen öffentlichen Fahrtermin auf offener Rennstrecke, eine allgemeingültige Aussage dazu gibt es nicht, das hängt vom Wortlaut deiner eigenen Police ab. Die Musterfrage, mit der du das schriftlich bei deinem Versicherer klärst, steht im Ratgeber Trackday-Versicherung.

Was passt zu dir?

Willst du erstmal reinschnuppern und schauen, ob dir das Fahren auf einer Rennstrecke überhaupt liegt, bist du bei Touristenfahrten am günstigsten und spontansten dabei, ganz ohne Voranmeldung. Willst du wirklich fahren lernen, Runde für Runde besser werden und dabei Anleitung haben, bekommst du bei einem Trackday mehr Struktur, mehr Fahrzeit am Stück und Instruktoren, die den ganzen Tag da sind. Viele fahren am Ende beides: eine Runde Touristenfahrten zum Reinschnuppern, dann einen gebuchten Trackday für den nächsten Schritt.

Der ehrliche Punkt: Touristenfahrten oder Termine am Nürburgring bieten wir selbst nicht an, das ist ein eigenes Angebot des Rings. Wir veranstalten Trackdays am Red Bull Ring und am Bilster Berg.

Wenn du dich für den Trackday entscheidest, ist der Ratgeber Dein erster Trackday der nächste Schritt, er beantwortet die Grundfragen vor der Buchung.

Häufige Fragen

Was sind Touristenfahrten?
Touristenfahrten (englisch: tourist drives) sind öffentliche Fahrtermine einer Rennstrecke, am bekanntesten an der Nürburgring-Nordschleife. Jeder mit einem passenden, verkehrstauglichen Auto kann ohne Voranmeldung vorbeikommen und im Rahmen der geltenden Regeln fahren. Am Nürburgring wird über ein Guthaben-System bezahlt, effektiv je gefahrener Runde.
Was ist der Unterschied zum Trackday?
Touristenfahrten sind offener Fahrbetrieb ohne Voranmeldung, mit einem komplett gemischten Feld. Ein Trackday ist ein gebuchter Tag mit begrenztem Teilnehmerfeld, Fahrerbesprechung und bei uns Instruktoren den ganzen Tag. Das eine gibt dir Spontanität, das andere einen planbaren Rahmen.
Was ist günstiger, Touristenfahrten oder ein Trackday?
Die einzelne Runde ist bei Touristenfahrten günstiger, du zahlst nur für das, was du tatsächlich fährst. Der Tag als Ganzes rechnet sich beim Trackday oft anders, weil Open Pit den ganzen Tag und Instruktoren im Ticketpreis stecken. Fremde Preise nennen wir hier bewusst nicht, unsere eigenen stehen offen auf der Buchungsseite.
Gelten auf Touristenfahrten Verkehrsregeln?
Ja. Laut der offiziellen Fahrordnung des Nürburgrings gilt die Straßenverkehrsordnung, dazu das Rechtsfahrgebot und ein Überholverbot außer links. Jegliche Zeitmessung ist ausdrücklich untersagt, ein Rennen findet nicht statt.
Ist ein Trackday sicherer als Touristenfahrten?
Das können wir so nicht behaupten, belastbare Zahlen dafür gibt es nicht. Was sich sagen lässt: Der Rahmen ist ein anderer. Ein begrenztes Teilnehmerfeld, eine Pflicht-Fahrerbesprechung vorab und Instruktoren, die den ganzen Tag da sind, gehören bei einem Trackday zum Format, bei Touristenfahrten nicht.
Kann ich bei euch Touristenfahrten buchen?
Nein. Wir bieten selbst keine Touristenfahrten und keine Termine am Nürburgring an, das ist ein eigenes Angebot des Rings. Wir veranstalten Trackdays am Red Bull Ring und am Bilster Berg.
Was ist besser für das erste Mal auf der Rennstrecke?
Kommt auf deinen Typ an. Willst du erstmal reinschnuppern und schauen, ob dir das Fahren auf der Strecke liegt, bist du bei Touristenfahrten am günstigsten und spontansten dabei. Willst du gleich mit Anleitung und mehr Fahrzeit am Stück starten, ist ein Trackday der direktere Weg. Viele machen am Ende beides.
Zählt ein Trackday als Rennen?
Nein. Ein Trackday ist kein Rennen, es gibt keine Zeitmessung und keine Platzierung. Es geht nicht darum, schneller zu sein als andere, sondern darum, dein eigenes Auto einmal ohne Gegenverkehr, Tempolimit und Blitzer zu bewegen.

Jetzt kennst du den Unterschied

Nächster Termin ist Sa, 12. September 2026 am Bilster Berg. Bei uns heißt das: Open Pit den ganzen Tag, Instruktoren inklusive.

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