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Ratgeber

Red Bull Ring
Kurve für Kurve

Zehn Kurven, 4,326 Kilometer, ein Höhenprofil mit bis zu 12 Prozent Steigung: Diese Seite geht den Red Bull Ring Kurve für Kurve durch, mit den Namen aus dem offiziellen Geländeplan und ohne erfundene Bremspunkte. Geschrieben von den Leuten, die hier selbst Trackdays veranstalten.

Die kurze Antwort

Der Red Bull Ring ist eine anspruchsvolle Bergstrecke mit spürbarem Höhenprofil: bis zu 12 Prozent Steigung, bis zu 9,3 Prozent Gefälle, dazu drei lange Geraden mit harten Bremspunkten und ein flüssiger Mittelteil, so beschreibt es der Betreiber selbst. Auf 4,326 Kilometern liegen 10 Kurven, 7 davon rechts, 3 links. Nach der Erfahrung unserer Instruktoren ist das eine Strecke, die sich schnell lernen, aber über viele Trackdays hinweg immer wieder neu meistern lässt.

Der CharakterBis zu 12 % Steigung, bis zu 9,3 % Gefälle, drei lange Geraden mit harten Bremspunkten, dazwischen ein flüssiger Mittelteil.
Die Eckdaten4,326 Kilometer, 10 Kurven, davon 7 rechts und 3 links.
Die Geschichte1969 als Österreichring eröffnet, seit 2011 als Red Bull Ring.

Die Streckenkarte

Der Streckenverlauf ab Start und Ziel, dieselbe Karte wie auf unserer Streckenseite Red Bull Ring.

START / ZIELNiki Lauda KurveRemusSchlossgoldRauchWürth KurveRindtRed Bull Mobile
Streckenverlauf auf Basis von OpenStreetMap-Daten (© OpenStreetMap-Mitwirkende).

Der Anstieg

Eine Runde am Red Bull Ring beginnt bergauf. Gleich hinter Start und Ziel wartet die Niki-Lauda-Kurve (T1), ein scharfer Rechtsknick, mit dem die Strecke sofort zeigt, dass es hier hoch hinausgeht. Es folgt die lange Bergaufgerade, bevor die Strecke in die Spitzkehre der Münzer-Kurve (T2) einbiegt, laut Streckenverlauf die beste Überholgelegenheit der ganzen Runde. Früher war diese Kurve unter dem Namen Remus bekannt.

Der Mittelteil

Bergab folgt die Rauch-Kurve (T4), eine Rechtskurve, mit der die Strecke ins Infield übergeht. Danach kommt der flüssigste Abschnitt der Runde: mehrere Kurven ohne festen Namen, dazwischen mit der Graz-Kurve (T7) ein benannter Fixpunkt. Irgendwo in diesem Bereich liegen laut Streckenverlauf zwei schnelle Linkskurven, bevor sich die Strecke wieder Richtung Start und Ziel dreht.

Das Finale

Am Ende der Runde liegen die beiden Zielkurven: erst die Jochen-Rindt-Kurve (T9), dann T10, mit der die Strecke zurück auf die Start-Ziel-Gerade führt. Von hier beginnt die nächste Runde wieder mit dem Rechtsknick der Niki-Lauda-Kurve.

Kurve für Kurve

Fünf Kurven haben einen Namen aus dem offiziellen Geländeplan, fünf sind nur nummeriert. Zu den unbenannten Kurven nennen wir hier bewusst nur das, was belegt ist, keine erfundene Linie und keine erfundene Richtung.

T1 · Niki-Lauda-KurveDer scharfe Rechtsknick direkt nach Start und Ziel, bergauf. Hier beginnt jede Runde.
T2 · Münzer-KurveDie Spitzkehre am Ende der langen Bergaufgeraden, laut Streckenverlauf die beste Überholgelegenheit der Runde. Früher unter dem Namen Remus bekannt.
T3Der Verbindungsabschnitt zwischen der Spitzkehre und der Rauch-Kurve.
T4 · Rauch-KurveEine Rechtskurve bergab, direkt im Anschluss an T3.
T5Erster Teil des flüssigen Mittelteils im Infield, direkt nach der Rauch-Kurve.
T6Zweiter Teil des Infield-Abschnitts, auf dem Weg zur Graz-Kurve.
T7 · Graz-KurveDer benannte Punkt mitten im flüssigen Infield-Abschnitt.
T8Letzter Teil des Infields, bevor die Strecke zu den beiden Zielkurven führt.
T9 · Jochen-Rindt-KurveDie erste der beiden Zielkurven, die die Runde zurück zu Start und Ziel führen.
T10Die zweite und letzte Kurve der Runde, direkt vor der Start-Ziel-Geraden.
Kurvennamen nach dem offiziellen Geländeplan des Red Bull Rings, Streckenverlauf und Höhenprofil nach Wikipedia und redbullring.com.

So lernst du die Strecke am schnellsten

Zehn Kurven auf 4,326 Kilometern liest sich überschaubar, in der ersten eigenen Runde wirkt die Strecke trotzdem größer, als die Zahl verspricht. Nach unserer Erfahrung als Instruktoren geht das Lernen an vier Stellschrauben am schnellsten.

Instruktor-MitfahrtenInstruktoren sind den ganzen Tag im Ticket enthalten, ohne Aufpreis, egal ob als erste Orientierung oder für einzelne Kurven.
Renntaxi zur AnschauungEine Runde als Beifahrer zeigt die Streckenführung, bevor du selbst am Steuer sitzt. Mehr im Ratgeber Renntaxi mitfahren.
Open Pit im eigenen RhythmusOhne feste Gruppen und Turns fährst du raus, wann du willst, und bleibst draußen, so lange es gut läuft. Mehr im Ratgeber Open Pitlane.
Gut vorbereitet ankommenAuto, Ausrüstung, Versicherung: was vorher geklärt ist, kostet am Trackday keine Zeit. Die Checkliste steht im Ratgeber Trackday-Vorbereitung.

Genereller Tipp aus der Instruktoren-Praxis: Bremspunkte anfangs eher konservativ wählen und zuerst Übersicht statt Tempo aufbauen. Mit jemandem an Bord, der die Strecke kennt, geht dieser Prozess erfahrungsgemäß deutlich schneller als allein.

Termine am Red Bull Ring

Aktuell ist kein Trackday am Red Bull Ring ausgeschrieben. Schreib uns, dann sagen wir dir Bescheid, sobald der nächste Termin steht.

Alle Streckendaten, Anfahrt und weitere Termine gesammelt auf der Streckenseite Red Bull Ring.

Häufige Fragen

Wie viele Kurven hat der Red Bull Ring?
Zehn. Sieben davon sind Rechtskurven, drei Linkskurven, auf einer Rundstrecke von 4,326 Kilometern.
Wie heißen die Kurven am Red Bull Ring?
Fünf der zehn Kurven haben laut dem offiziellen Geländeplan einen eigenen Namen: die Niki-Lauda-Kurve (T1), die Münzer-Kurve (T2, früher Remus), die Rauch-Kurve (T4), die Graz-Kurve (T7) und die Jochen-Rindt-Kurve (T9). Die übrigen fünf Kurven sind nur nummeriert.
Welche Kurve ist die wichtigste am Red Bull Ring?
Aus unserer Sicht die Münzer-Kurve (T2): Sie ist laut Streckenverlauf die beste Überholgelegenheit der Runde und entscheidet damit oft mehr über den Trackday-Tag als jede andere Kurve.
Wie steil ist der Red Bull Ring?
Laut Betreiberangaben bis zu 12 Prozent Steigung und bis zu 9,3 Prozent Gefälle. Dazwischen liegt ein flüssiger Mittelteil ohne große Höhenunterschiede.
Ist der Red Bull Ring für Anfänger geeignet?
Nach unserer Erfahrung ja. Die Streckenführung ist übersichtlich und lässt sich schnell einprägen, mit einem Instruktor an Bord geht das noch einmal deutlich schneller. Ganz ohne Vorbereitung wirkt trotzdem jede neue Strecke in den ersten Runden größer, als die Zahlen versprechen.
Wie lerne ich die Strecke am schnellsten?
Mit einer Kombination aus allen dreien: eine Runde im Renntaxi zur Orientierung, dann Instruktor-Mitfahrten und Open Pit, um in deinem eigenen Rhythmus zu fahren. Details dazu stehen im Abschnitt weiter oben.
Wie lang ist eine Runde am Red Bull Ring?
4,326 Kilometer. Eine konkrete Rundenzeit nennen wir hier bewusst nicht, die hängt zu stark von Auto, Reifen und Fahrer ab.
Kann ich mir die Strecke vorher ansehen?
Ja, auf drei Wegen: als Beifahrer im Renntaxi, als Beifahrer bei einer Instruktor-Runde am Trackday selbst, oder vorab auf unserer Streckenseite Red Bull Ring mit Karte und allen Daten.

Bereit für den Red Bull Ring?

Gerade ist kein Termin am Red Bull Ring ausgeschrieben. Schreib uns, dann melden wir uns, sobald der nächste steht.

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