EN
Ratgeber

Trackday-
Vorbereitung

Wir sehen bei jedem Termin, woran es hakt: kalte Bremsen, der vergessene Helm, zu wenig Zeitpuffer am Morgen. Diese Seite ist die Checkliste dagegen, in drei Zeitstufen von einer Woche vorher bis zum Start. Geschrieben von den Leuten, die die Termine selbst veranstalten.

Die kurze Antwort

Was ein Trackday überhaupt ist, was er kostet und welches Auto du brauchst, steht ausführlich im Ratgeber Dein erster Trackday. Hier geht es nur noch um eins: die Checkliste für die Zeit zwischen Buchung und Startaufstellung, damit dir am Tag selbst nichts dazwischenkommt.

Eine Woche vorherAuto technisch durchchecken, Versicherung klären, ehrlich mit den Nebenkosten rechnen.
Am Tag davorHelm, Führerschein und Reifendruckprüfer einpacken, Cockpit-Angaben prüfen, früh schlafen.
Am Morgen an der StreckeZeitpuffer für Check-in und Fahrerbesprechung, Haftungsverzicht unterschreiben, Reifendruck kalt messen.

Eine Woche vorher: dein Auto

Ein Trackday braucht kein umgebautes Auto, aber ein technisch einwandfreies. Genau das checkst du am besten eine Woche vorher, damit für Nacharbeiten noch Zeit bleibt, falls doch etwas auffällt.

BremsenBeläge mit spürbarer Reserve, frische Bremsflüssigkeit. Auf der Strecke wird es deutlich heißer als auf der Straße, alte Flüssigkeit verliert dabei an Biss.
ReifenAusreichend Profil und gleichmäßiger Verschleiß, Luftdruck passend zu Auto und Reifen. Semislicks sind nett, aber für den Einstieg kein Muss.
Öl- und KühlstandBeides prüfen, auf der Strecke läuft alles heißer als im Alltag.
Innenraum ausräumenFußmatten, Flaschen, Werkzeug, alles Lose raus. Sonst fliegt es dir in der ersten schnellen Kurve um die Ohren.
RadschraubenKurz vorher noch einmal mit Drehmoment nachziehen lassen, besonders nach einem Reifenwechsel kurz vor dem Termin.
AbschlepphakenBei uns Teil der Vorab-Infos zu deinem Termin: ein montierter Abschlepphaken am Auto. Die bekommst du automatisch vor dem Event, mit allen Details zu deiner Strecke.

Und falls dein Auto besonders laut ist: Manche Strecken messen die Lautstärke über den Tag verteilt. Informier dich vorher, ob sich ein Schalldämpfer für deinen Termin lohnt.

Eine Woche vorher: Versicherung und Budget

Zwei Dinge brauchen mehr Vorlauf als ein Blick unter die Motorhaube: die Antwort deines Versicherers und ein ehrlicher Blick auf das, was der Tag an deinem Auto kostet.

Viele Kfz-Policen schließen Fahrten auf Rennstrecken aus, oft nicht sichtbar im Vertrag selbst. Frag das am besten schriftlich bei deinem Versicherer an, eine mündliche Auskunft am Telefon hilft dir im Schadensfall nicht. Alle Details, inklusive einer Musterformulierung für die Anfrage, stehen im Ratgeber Trackday-Versicherung.

Und rechne ehrlich mit mehr Reifen- und Bremsenverschleiß als auf der Straße, das ist normal und gehört dazu. Echte Zahlen dazu, keine vagen Schätzungen, stehen im Ratgeber Was kostet ein Trackday.

Wirf außerdem noch einmal einen Blick in dein Cockpit: Stehen Auto und Mitfahrer schon vollständig drin? Bei manchen Terminen kannst du dort auch eine Wunsch-Startnummer aussuchen, bevor die restlichen automatisch vergeben werden.

Am Tag davor

Der Abend vorher entscheidet mehr, als die meisten denken: Was jetzt schon im Auto liegt, suchst du morgens nicht mehr, und wer ausgeschlafen ankommt, fährt den ganzen Tag konzentrierter.

HelmPflicht für alle Insassen, egal ob Fahrer oder Beifahrer. Hast du keinen, sag uns vorher Bescheid, wir bekommen das organisiert.
FührerscheinGanz normal, keine Rennlizenz und keine Vereinsmitgliedschaft nötig.
ReifendruckprüferAuf der Strecke steigt der Druck deutlich. Ohne Messgerät fährst du blind.
Route und ZeitpufferAnfahrt vorher checken, gerade bei früher Einlasszeit lohnt eine Nacht vorher in Streckennähe.
Früh ins BettEin Trackday ist anstrengender, als er aussieht. Kopf und Reflexe bei der Sache zu haben zählt mehr als jedes Bauteil am Auto.

Am Morgen an der Strecke

Ab hier zählt vor allem eins: nichts überstürzen. Das hier läuft an jedem unserer Termine gleich ab, die genauen Zeiten für deinen Termin stehen in deinen persönlichen Vorab-Infos.

Zeitpuffer für den Check-inRechne mehr Zeit ein, als du denkst. Lieber eine halbe Stunde zu früh, als mitten in der Fahrerbesprechung anzukommen.
HaftungsverzichtJede Person, die mitfährt, ob Fahrer oder Beifahrer, unterschreibt ihn beim Check-in und bekommt danach ihr Bändchen.
FahrerbesprechungPflicht für alle Fahrer, meist kurz nach dem Einlass. Flaggen, Überholregeln und die Besonderheiten der Strecke, in wenigen Minuten erklärt.
Während der FahrtHelm- und Gurtpflicht für Fahrer und Beifahrer, Fenster weitgehend geschlossen. Genaue Vorgaben für deinen Termin stehen in den Vorab-Infos.
Reifendruck kalt messenBevor du das erste Mal rausfährst, einmal kalt nachmessen. Das ist dein Ausgangswert für den Tag, der Druck steigt auf der Strecke deutlich.
Pausen einplanenFür dein Auto, damit Reifen und Bremsen abkühlen, und für dich. Ein Trackday ist anstrengender, als er aussieht.
TrinkenMit Helm im Auto geht bei Hitze mehr Flüssigkeit verloren, als man merkt. Verpflegung gibt es bei uns im Fahrerlager, die Details zu deinem Termin stehen in den Vorab-Infos.

Wichtig zu dieser Seite: Das hier sind unsere Erfahrungswerte aus eigenen Terminen, keine Werkstatt-Freigabe und keine Rechtsberatung. Die verbindlichen Vorab-Infos zu deinem konkreten Termin bekommst du automatisch vor dem Event.

Häufige Fragen

Welches Auto eignet sich für einen Trackday?
Deins, wenn es technisch einwandfrei ist. Vom Serienfahrzeug bis zum Rennwagen ist alles dabei, einen umgebauten Wagen mit Käfig und Schalensitzen brauchst du nicht. Renntrimm ist ein netter nächster Schritt, aber für den Einstieg kein Muss.
Muss das Auto zugelassen sein?
Nein, grundsätzlich nicht. Auf der Strecke haften die Teilnehmer aber untereinander: Besteht für dein Auto keine gültige Kfz-Haftpflicht, etwa weil es nicht zugelassen ist, brauchst du eine eigene Teilnehmer-Haftpflicht. Schreib uns dazu am besten kurz vor der Buchung, wir klären das direkt.
Brauche ich Semislicks?
Nein. Ausreichend profilierte, gleichmäßig verschlissene Serienreifen reichen für den Einstieg völlig. Semislicks sind ein netter nächster Schritt, aber kein Muss, schon gar nicht beim ersten Mal.
Was, wenn mir am Morgen an der Strecke etwas an meinem Auto auffällt?
Sprich es sofort bei uns oder unseren Instruktoren am Check-in an. Gemeinsam schauen wir uns das an und entscheiden, ob dein Auto sicher fahren kann. Im Zweifel lieber einmal zu oft fragen, als mit einem unguten Gefühl auf die Strecke zu fahren.
Wie viel Sprit sollte ich einplanen?
Auf der Strecke verbrennst du das Zwei- bis Dreifache der Landstraße. Ein Kompaktsportler kommt an einem Open-Pit-Tag oft mit 50 bis 80 Litern aus, ein durstiger Sportwagen kann das locker verdoppeln. Tank lieber einmal zu viel, als mitten am Tag mit leerem Tank dazustehen.
Muss ich etwas an meinem Auto umbauen?
Für den Einstieg nein. Ein technisch einwandfreies Serienfahrzeug reicht völlig, Käfig, Schalensitze oder Renntrimm brauchst du nicht. Was du wirklich checkst, sind Bremsen, Reifen und Flüssigkeiten, nicht der Umbau deines Autos.
Brauche ich einen Helm, und was, wenn ich keinen habe?
Ja, für alle Insassen, Fahrer und Beifahrer. Ein normaler, unbeschädigter Motorrad- oder Autohelm reicht. Hast du keinen, sag uns vorher Bescheid, wir bekommen das organisiert.
Wie früh sollte ich an der Strecke sein?
Früh genug, um in Ruhe einzuchecken und die Fahrerbesprechung nicht zu verpassen, die ist Pflicht für alle Fahrer. Die genaue Einlasszeit für deinen Termin steht in deinen Vorab-Infos und im Cockpit, plane lieber eine halbe Stunde Puffer mehr ein, als knapp anzureisen.

Startklar für deinen Trackday?

Nächster Termin ist Sa, 12. September 2026 am Bilster Berg. Alle Preise stehen offen auf der Buchungsseite.

Termin ansehen